Wapnica-Stepnica

3.9./4.9., Donnerstag/Freitag:
Donnerstag früh scheint die Sonne, so als hätte es den ganzen Abend und die ganze Nacht nicht geregnet. Das zieht wenigstens einige meiner Sportfreunde vom Köhnschen Kanal in ihren Verein und so haben wir die Möglichkeit, einige Neuigkeiten bei einer Tasse Kaffee auszutauschen.

Mittags legen wir ab, der Wind kommt aus West und das ist genau richtig für unser nächstes Ziel. Mit achterlichem Wind queren wir 13:30 die Grenze Deutschland/Polen. Nach 20 gesegelten Seemeilen muss der Motor an, für die letzten 2sm ist der Tonnenstrich genau einzuhalten und hier ist es schon ziemlich flach. 17:00 ist unser Boot im kleinen Hafen Wapnica (Kalkofen) angebunden. Ein Spaziergang zum Türkissee am Woliner Nationalpark schaffen wir noch.

Freitag vormittag der Rundweg nach Lubin mit einer fantastischen Aussicht (und Cafe’) auf das Stettiner Haff, die Alte Swine mit der Lagunenlandschaft bis nach Swinemünde am Horizont, weiter vorbei an der katholischen Kirche (einem neugotischen Backsteinbau), davor ein Taufbecken aus Granit aus dem 12. Jahrhundert. Der Wanderweg geht durch den Woliner Nationalpark über waldreiche Hügel zum Türkissee (ein geflutetes Kalkabbaugebiet), der heute wirklich im prächtigem Türkis leuchtet.

13:00 verlassen wir Wapnica, können anfangs die gleiche Route von gestern benutzen (nochmal den Blick zum Cafe‘ und der Kirche hinauf) und ab geht’s bei Westwind Richtung Süden. Wie gestern müssen wir sehr auf Fischerreusen achten. 16:45 ist das Stettiner Haff überquert und die Roztoka Odrzanska (dt. Papenwasser) beginnt.

Bald können wir Richtung Stepnica (Stepenitz) abbiegen, auch hier ist die Tonnenlinie einzuhalten. Als Liegeplatz wählen wir den Hafen von Stepnica, den Stepnica Mühlenkanal sehen wir uns abends zu Fuß an. Hier hätten wir auch gut gelegen. Der Abend bietet uns einen schönen Sonnenuntergang.