Darßer Ort Warnemünde


16.7. bis 20.7., Donnerstag bis Sonntag:
Kein Regen, die Sonne scheint, Wind aus NNW mit bis 15kn – ein sehr schöner Segeltag. Schon im Hafen von Kloster setzen der Segel, heute ist Segeln in der engen Fahrrinne möglich. Wir runden die Nordseite von Hiddensee, den Leuchtturm Dornbusch immer im Blick. Dann geht es mit Halbwindkurs mit meist über 7kn Geschwindigkeit auf einen Kurs von 245°. Die Selbststeueranlage schafft es heute. 13:40 ist die Grenze vom Nationalpark Westpommersche Boddenlandschaft erreicht. Der Wind nimmt auf unter 10kn ab, es lässt sich weiter gut segeln. Nach 1h Motor an, Segel bergen und in die schmale, aber gut erkennbare und ausgebaggerte Fahrrinne zum „Nothafen“ Darßer Ort. Mindestens 25 Boote sind mit uns „in Not“, im Päckchen liegen ist angesagt. Hafenkino gab’s auch noch, eine Yacht hatte sich so festfahren, dass ein Motorboot der Seenotretter nötig war, sie von der flachen Stelle runter zu ziehen. Ein bisschen Wandern: zum Sandstrand, wenigstens mal die Beine ins Wasser halten, dann kurz Richtung Prerow und zum Leuchtturm laufen. Wieder eine Landschaft zum eigentlich länger verweilen. Man wird hier aber aufgefordert, den Nothafen bis spätestens 9:00 am nächsten Morgen zu verlassen. Na ja, das haben wir sowieso geplant – wir wollen uns am Freitag mit Falk in Warnemünde treffen. Für die 31 gesegelten Seemeilen haben wir 5¾h gebraucht. Abends toller Sonnenuntergang, Wind aus westlichen Richtungen drückt uns Richtung Steg.

Freitag legen wir 8:45 ab, ziehen dann noch ein Boot rückwärts vom Steg weg und ab geht es Richtung Fahrrinne. 9:20 Groß (1xgerefft) und Fock gesetzt und erstmal zur Tonne Darßer Ort Ost, hoch am Wind bei 15kn aus NW. Dann die Tonne Darßer Ort West und weiter mit Halbwindkurs in Richtung Warnemünde. Gegen Mittag wird es weniger, also ausreffen. 13:25 können wir mit 12kn Wind mit über 6kn einen Kurs von 215° fahren. 14:05 Motor an Segel bergen und zuerst in den Alten Strom von Warnemünde gucken. Es ist schon ziemlich voll hier und außerdem sind wir mit Nora und Falk in der Marina Hohe Düne verabredet. Von den 30sm konnten wir 28sm segeln, es hat viel Spaß gemacht nördlich des Darß entlang der Küste. Wir treffen uns- wie geplant mit Nora und Falk und Ruth und Christian und verbringen gemeinsam einen schönen Abend.

Sonnabend mittag treffen wir uns bei Falk und Nora an Bord zum Fischbüffet. Petra und Mikl und Petra und Arnd sind inzwischen eingetroffen. 13:30: Weil wenig Wind ist, die Entscheidung, nicht mit 3 Booten zu segeln, sondern alle auf der Geronimo. Und das hat ganz toll viel Spaß gemacht, war für alle entspannend und wir konnten endlich mal wieder richtig quatschen. Der Genacker hat meist einen Speed über 7kn gebracht. Vor Kühlungsborn Wende und hoch am Wind zurück. Kurz vor 18:00 ist die Geronimo angebunden. Viel Zeit bleibt nicht, wir haben zu 19:00 in den Prager Stuben am Alten Strom einen Tisch für 10 Personen reserviert. Und da wird es auch noch mal lustig. Alte und neue Geschichten bringen Stimmung, schön dass unsere gesamte WSV-Truppe zu diesem Termin hier in Warnemünde sein konnte.

Am Sonntag Vormittag dann doch ein kleines Match-Race. Natürlich können wir mit Nora und Falks Geronimo nicht mithalten – 37 Fuß gegen 33 Fuß, bedeutend mehr Segelfläche und viel leichter. Sowohl Windrichtung als auch die Windstärke sind heute nicht sehr stabil. Hin bis fast Kühlungsborn ging es noch, hoch am Wind waren bis 6,5kn möglich. Zurück bei achterlichem Wind um 7 bis 9kn musste der Motor mehrfach mithelfen. Unsere Freunde haben sich heute aufgeteilt. Die beiden Petras sind auf der Geronimo mitgesegelt und Mikl und Arnd auf unserer Kreuz As nobel. Für die Männer bei uns nochmals sehr schön, da man alte Segelgeschichten wieder zum Besten geben konnte. 15:15 war das Boot in der Marina angebunden. Vom 1. Teil der Truppe nun die Verabschiedung: Petra, Arnd, Petra und Mikl fahren zurück nach Berlin. Der 2. Teil trifft sich beim Italiener in der Marina Hohe Düne (für dort gibt es nur ein na ja: sehr teuer, keine große Auswahl, aber dafür sehr kleine Portionen). Nun Hauptsache wir konnten bei angenehmer Temperatur gemütlich plauschen und die Sicht auf die Marina ist dort sehr schön. Dann das nächste Abschiednehmen: Für Nora, Falk, Ruth und Christian ist ebenfalls Nachhausefahren angesagt. Wir erledigen noch unsere Pflicht beim Hafenmeister, 22€ Liegegebühr incl. Strom sind für 1 Nacht zu zahlen, Wasser und Duschen kostet extra. Ein ruhiger Abend mit romantischem Sonnenunte