Stettin, Ziegenort, Swinemünde, Sassnitz

9.7. bis 12.7., Donnerstag bis Sonntag :

Zusammengefasst: Wetter war nicht gut. Dadurch hat alles länger gedauert. Das Stellen des Mastes ging noch schnell, innerhalb von 20min war alles erledigt, Vorstag und Wanten befestigen und Großbaum anbringen war bis mittags erledigt. Und dann kam der Regen 24h hintereinander. Am Freitag haben wir in Pausen mit schwächerem Regen die Segel angeschlagen.

14:30 konnten wir ablegen und bei Wind aus südlichen Richtungen zwischen 2 und 5Bft gut segeln, nach 2h war der Spaß vorbei. Vor uns eine graue Wand – wir haben es gerade noch geschafft, Ölzeug anzuziehen und die Segel zu bergen, da ging das Gewitter schon los. Es war kaum noch etwas zu sehen. In Trcebicz (Ziegenort) haben wir nach insgesamt 13sm (davon 7sm gesegelt) längsseits an einem neuen Schwimmsteg festgemacht. Wegen Schwell war es ziemlich unruhig dort.

Sonnabend noch einiges am Boot bauen und tanken (Diesel biofrei!!!). 11:30 im Hafenbereich Großsegel gesetzt – gleich 1xgerefft. Hoch am Wind bei 4 bis 5Bft aus WNW gings über das Oderhaff. Nur 2 Wenden waren kurz vor der Einfahrt zum Kaiserkanal erforderlich. Dort kam uns der Wind entgegen, also 6sm Motorfahrt bis Swinemünde. Aber immerhin von den 18sm 11sm gesegelt, nachmittags gab es dann mehrfach kürzere Regenschauer. D.h. Mittagessen in der Marina und in der Stadt nur schnell einiges Einkaufen. Abends war dann angenehmer Sonnenschein.

Für Sonnabend war Wind aus WNW angesagt, vormittags max. 15kn und nachmittags max. 21kn. Gut wir haben es gewagt – noch im Kanal das 2. Reff vorbereitet und mit 1. Reff im Groß und voller Fock konnten wir bis mittags hoch am Wind gut segeln. Dann war es aber vorbei mit lustig: statt 21kn waren es meist 26kn aus WNW, in Böen bis 29kn. Das war auch mit 2xgerefftem Groß und halber Fock eigentlich zu viel, so dass die Höhe einfach nicht zu halten war und das Boot sich oft in den Wellen festgestampft hat. Die Selbststeueranlage hat es nicht mehr geschafft, also war „Selbst ist der Mann bzw. die Frau“ angesagt. Mit 3 Wenden ging es unter Landschutz, sodass wir die Segel einigermaßen vernünftig bergen konnten. 20:00 war das Boot dann endlich bei immer noch 21kn Wind in der Marina Sassnitz fest, statt der 40sm Entfernung sind es 49sm geworden. Erstmal aufwärmen – der Wind war sehr kalt – und dann nur noch Liegen und Schlafen. Aber wir haben es geschafft. Der Hafen war ziemlich voll, ein Platz neben Jockels Hiddensee war frei und so liegen die alte und die neue Kreuz As friedlich nebeneinander.