nach Möja und Dalarö

24./25.8., Sonnabend/Sonntag, 50./51. Tag:

Heute soll es nun endlich weiter gehen. Da der Wind nachmittags schwächer werden soll, stehen wir zeitig auf. Erster Blick nach draußen, na toll – kein Wind. Jörg hatte sich über Nacht überlegt, den Impeller der Kühlwasserpumpe zu kontrollieren, um sicher zu sein, dass alles i. O. ist, wenn die Temperaturkontrolle angeklemmt ist. Der Impeller ist i. O. Die Sonne scheint, Wind wird sicher kommen, wir legen 8:09 ab, die Welt ist in Ordnung. ½h mit Motor nach Süden, dann kommt Wind aus NNW, wir können segeln. Schön die Schären vor Mariehamn, einschließlich der Lotseninsel. Dann über die Ostsee, hoch am Wind später Halbwindkurs. Mit 11kn Wind rauschen wir mit über 6kn nach SW. Nach 2h ist die Grenze Alands/Schweden erreicht, die Uhr wird 1h zurück gestellt. 1¼h später ist der Leuchtturm Tjärven erreicht, der schwedische Schärengarten beginnt. Heute ist mehr Ruhe zum Genießen, es geht langsamer vorwärts. 2sm muss der Motor arbeiten, bei 3kn Wind ist kein Vorwärtskommen. Dann die Drehung auf NNO mit 7kn, Halse mit dem Groß und Fock ausrollen. Mit 3 bis 4kn geht’s weiter durch die Schären – eine tolle Landschaft. Viele der Felseninseln sind bewohnt und sind mit Nadelbäumen bewachsen. Unser Weg wird von vielen Tonnen begrenzt, hier sind auch Kreuzfahrtschiffe und Fähren unterwegs.

Kurz vor Furusund entscheiden wir uns für Weitersegeln. Heute ist noch guter Wind, morgen soll der Wind auf Süd drehen, das ist für uns nicht günstig. Entscheidung für Möja als Ziel. Das bedeutet zwar etwas Kreuzen, da unser direkter Weg von Inseln und Untiefen in Form von Steinen versperrt wird. Es segelt sich aber angenehm,auch wenn der Wind immer schwächer wird. Die letzte halbe Stunde im sehr engen Kanal wird gemotort. Nach 61sm ist Berg/Möja erreicht. An den kleinen Anleger müssen wir uns reindrängeln.
Am Sonntag dreht der Wind, wie vorhergesagt, auf Süd. Wir schauen uns den netten kleinen Ort einschließlich Kirche an.

9:40 legen wir ab. Anfangs haben wir 9kn gegenan, später werden es bis zu 16kn. Ein Reff kommt ins Groß. Mit insgesamt 24 Wenden mühsam, da einige „Gegner“ langsamer sind, ist doch Spaß dabei. Und die vielen Felseninseln direkt neben dem Boot sind die Wenden ebenfalls wert. Außerdem sind wir in einem Regattafeld von Kats, die nur so an uns vorbeirauschen.

30sm über Grund sind es in 6h geworden. Sonnenschein pur gab es inklusive. Und Dalarö kennen wir bereits, nach den vielen Wenden ist Pause an Bord angesagt und Sauna gibt es hier auch. Stadtbummel fällt aus.